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Eröffnung | Tiny unpredictable material objects. Postkoloniale Perspektiven auf Pflanzen im Georg Forster Herbarium (1772-75)

13. Juli, 17:00 - 18:30

Unsere kommende Sonderausstellung ist das Ergebnis des Teilprojekts „Sammeln erforschen“ an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, in Kooperation mit der Zentralen Kustodie der Universität Göttingen. Im Georg Forster Herbarium der Universität Göttingen lagern südpazifische Pflanzen, die bisher nur in der Botanik bekannt sind. Sie stammen aus James Cooks zweiter Weltumsegelung (1772–1775), an der Georg Forster (1754-1794) 17 jährig als Zeichner teilnahm. Forster war nicht nur Reiseautor und Kulturanthropologe, sondern auch Naturforscher und Revolutionär. Seine botanischen Präparate, Zeichnungen und Publikationen folgen den Standards der Botanik, die im 18. Jahrhundert zur Wissenschaft wurde. Und sie verweisen auf das ‘indigene’ Wissen der polynesischen Gesellschaften, das dabei überschrieben wurde. 250 Jahre nach dem Aufbruch reflektiert die Ausstellung im Forum Wissen nun die Weltreisen im Kontext von europäischer Expansion, kolonialer Ausbeutung und hegemonialer Wissensproduktion. Und sie schlägt den Bogen zu den aktivistischen Protesten gegen die Expeditionsjubiläen 2019.
Das der Ausstellung zugrunde liegende Forschungsprojekt wurde von der VolkswagenStiftung gefördert.

Zur Eröffnung am 13.7.2022 um 17 h im Göttinger Forum Wissen laden wir herzlich ein:

Es sprechen:
Dr. Marie-Luisa Allemeyer
Begrüßung – Direktorin, Projektleiterin Forum Wissen

Dr. Annabella Hüfler-Fick
Begrüßung – VolkswagenStiftung

Prof. Dr. Susan Kamel
Projektleiterin HTW Berlin

Susanne Wernsing
Kuratorin der Ausstellung, HTW Berlin

 

Details

Datum:
13. Juli
Zeit:
17:00 - 18:30